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Katzen- und Katerkastration

im Früjahr mehr als sinvoll

Katzen

Die Rolligkeit oder Raunze der Katze ist der Zeitraum der Paarungsbereitschaft. Bei Katzen wird der Eisprung durch den Deckakt provoziert. Sollte der Deckakt ausbleiben, wie beispielsweise bei reinen Wohnungskatzen, so tritt die nächste Rolligkeit nach ca. 1,5 Wochen auf, oder es kann sogar zur Dauerrolligkeit kommen.

In dieser Zeit sind die Tiere extrem unruhig, maunzen viel und laut, strecken den Schwanz in die Höhe und rollen über den Boden (daher auch der Name). Die erste Rolligkeit und damit auch die Geschlechtsreife der Tiere findet in der Regel zwischen dem 6. und 8. Lebensmonat statt. Bei Rassekatzen kann der Eintritt der Geschlechtsreife allerdings auch deutlich später sein. Katzen haben mehrere Zyklen im Jahr, die nur durch die Winterruhe von Oktober bis Januar unterbrochen werden.

Weibliche Jungtiere sollten mit ca. 7-8 Monaten kastriert werden. Bei Tieren, die spät im vorangegangenen Jahr geboren sind, kann es sinnvoll sein, früher zu kastrieren, da sie ebenfalls im nächsten Frühjahr rollig werden können. Die Kastration ist ein relativ kleiner Eingriff, bei dem beide Eierstöcke und die zugehörigen Gebärmutterhörner entfernt werden. Danach wird die Katze nicht mehr rollig, und ungewollte Trächtigkeiten und Spätfolgen, wie Gebärmuttervereiterungen und Gesäugetumoren, können vermieden werden. Katzen verändern sich nur wenig durch die Kastration. Allerdings kann es sein, dass sie bei gleicher Fütterung das Futter etwas besser ansetzen, also dicker werden. Dem kann durch Reduzierung der Futtermengen entgegengewirkt werden. Und hier noch ein kleiner Hinweis, um Missverständnisse zu vermeiden: Auch weibliche Katzen werden kastriert und nicht sterilisiert.

Eine Unterbindung oder Durchtrennung der Eileiter, wie sie bei der Sterilisation erfolgt, würde zwar eine Trächtigkeit verhindern, rollig würde die Katze aber dennoch, da sie ja weiterhin sexuell aktiv bliebe.

Kater

Ein Kater bringt bekanntlich keinen Nachwuchs mit ins Haus, dennoch ist auch hier die Kastration sinnvoll. Genau wie weibliche Tiere werden Kater mit ca. 6-8 Monaten geschlechtsreif.

Wenig später beginnen sie dann, ihr Revier zu markieren, zu dem leider auch oft die eigene Wohnung zählt. Unangenehme Gerüche sind dann die Folge, und je mehr der Besitzer versucht, diese zu entfernen, umso beharrlicher markiert der Kater erneut.

Hat sich der Kater dieses Verhalten ersteinmal angeeignet, kann es sein, dass er diese Gewohnheit auch nicht mehr aufgibt, selbst wenn man ihn dann in höherem Alter kastriert.

Unkastrierte Kater neigen dazu, ihr Revier zu erkunden und hierbei unter Umständen weite Strecken zurückzulegen. Häufig sind sie in Revierstreitigkeiten verwickelt und können sich unangenehme Verletzungen zuziehen. Durch enge körperliche Kontakte, wie beim Sexualakt oder bei Kämpfen, können sie sich mit FIV, Leukose , FIP und anderen Krankheitserregern infizieren.

Der operative Eingriff erfolgt bei Kater wie auch bei Katze unter Vollnarkose und beinhaltet das Entfernen beider Hoden.

Eine sehr frühe Kastration bei Katern kann das Risiko der Harngriesbildung erhöhen. Ein guter Zeitpunkt für die Kastration liegt unserer Einschätzung nach bei 7-9 Monaten.

Da die Tiere für den Eingriff narkotisiert werden, ist es sinnvoll zu diesem Zeitpunkt auch eine Kennzeichnung über Transponderchip und/ oder Tätowierung vorzunehmen. Die individuellen Nummern melden wir dann auf Wunsch bei dem Tasso Haustierzentralregister. Dieser Service ist für Sie kostenfrei.

Neben der Kastration von Hauskatzen durch ihre Besitzer, ist natürlich auch die Kastration verwilderter Hauskatzen tierschutzrechtlich von großer Bedeutung. Zahlreiche Tierschutzorganisationen setzen sich hier mit großem Engagement ein. Die Tiere werden durch freiwillige Helfer eingefangen, zum Tierarzt gebracht und nach überstandener OP, Entwurmung und Tätowierung auch wieder am Fundort ausgewildert. Diese Tätigkeit können Sie durch Spenden unterstützen.

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